<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>IronDome, Autor auf Red Aces Leipzig</title>
	<atom:link href="https://red-aces-leipzig.org/author/irondome/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description>Non Plus Ultra &#38; Never Surrender Since 2011</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Sep 2018 10:43:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.2.9</generator>
	<item>
		<title>Protest zum Montagsspiel gegen Bayer Leverkusen</title>
		<link>https://red-aces-leipzig.org/blog/protest-zum-montagsspiel-gegen-bayer-leverkusen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IronDome]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 09:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.red-aces.de/?p=4761</guid>

					<description><![CDATA[<p>Liebe Rasenballsport-Fans, &#160; Montags ist die Luft raus! &#160; &#160; Am 09.04. steht für uns das bislang zweite Montagsspiel der aktuellen Spielzeit an und diesmal geht es im eigenen Stadion gegen die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen. Seit dieser Bundesliga-Saison wird also auch an Montagen Fußball gespielt, das unsrige Team trifft es dabei gleich zweimal. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/protest-zum-montagsspiel-gegen-bayer-leverkusen/">Protest zum Montagsspiel gegen Bayer Leverkusen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Liebe Rasenballsport-Fans,</p>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<h4 style="text-align: center;">Montags ist die Luft raus!</h4>
<p><span id="more-4761"></span></p>
<div style="text-align: center;">
<hr>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">Am 09.04. steht für uns das bislang zweite Montagsspiel der aktuellen Spielzeit an und diesmal geht es im eigenen Stadion gegen die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen. Seit dieser Bundesliga-Saison wird also auch an Montagen Fußball gespielt, das unsrige Team trifft es dabei gleich zweimal. Die Bundesligen fallen seit geraumer Zeit der Spieltagszerstückelung immer mehr zum Opfer. Was mit Samstagsspielen um 18.30 Uhr begann, ging den Weg über Spiele am Sonntagabend und hat nun auch den Freitag und Montag fest im Griff. Dass es dabei weniger um die Entlastung der Mannschaften geht, die international spielen, als doch vielmehr darum, die Fernsehgelder aufzustocken und Vermarktungsräume zu erweitern, ist offensichtlich. Denn auch wenn wir anstelle des Montages gegen Leverkusen am Sonntag gespielt hätten, wären es vor und nach den Marseille-Spielen einmal drei und einmal vier Tage „Entlastungpause“ gewesen. Das Argument ist also in Gänze obsolet und das Montagsspiel somit in keiner Form sinnvoll. Weder für die Mannschaft, noch für alle Fans und StadionbesucherInnen, denen mit diesen Terminierungen immer mehr Hürden aufgebaut werden, die sich kaum bzw. gar nicht mit Arbeit, Schule, Ausbildung und Universität vereinbaren lassen.</div>
<div style="text-align: center;">
<hr>
</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">Daher hat sich eine Vielzahl der Fans und Fanclubs dafür entschieden, den Protest gegen das Montagsspiel sichtbar ins Stadion zu tragen und klar zu zeigen, was sie davon halten:</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">
<hr>
</div>
<div>&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;"><strong>Während der ersten Halbzeit wird es im Sektor B keinen organisierten Support geben, wir werden auf jegliche Fan-Utensilien verzichten und ebenfalls auf unsere Stimmen. Dieser Schritt mag radikal sein, doch ist er für uns ebenso ein notwendiger. Wir können und wollen diesen Spieltag nicht als normalen Spieltag anerkennen und behandeln. Daher werden wir ein klares und sichtbares Zeichen setzen, was wir von Montagsspielen halten und unsere Meinung dazu frei äußern. Dazu wollen wir, wie bereits erwähnt, auch auf unseren Support verzichten. Nicht zuletzt auch für all diejenigen, für die ein Stadionbesuch an solchen Terminen unmöglich&nbsp; wird, um uns mit ihnen solidarisch zeigen.&nbsp;</strong></div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;"><strong>Die zweite Halbzeit wollen wir anders gestalten. Sie wird nach Absprache mit einer Großzahl an anderen Fanclubs „normal“ verlaufen und auch support-technisch wieder angeleitet werden. Damit wollen wir den direkten Kontrast der Halbzeiten aufzeigen und ein mögliches Szenario beschreiben, wie eine Stadionatmosphäre aussehen kann und wie sie nicht aussehen sollte.&nbsp;</strong></div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">
<hr>
</div>
<div style="text-align: center;">Selbstredend wissen wir darüber, dass unser Protest bei weitem nicht dazu beitragen wird, bei allen EntscheidungsträgerInnen ein Umdenken zu bewirken. Dennoch ist es uns ein wichtiges Anliegen, welches wir direkt ins Stadion tragen wollen. Wir werden unsere Entscheidung und die dazugehörigen Beweggründe auch dem Verein und der Mannschaft mitteilen, der wir am Montagabend nichts anderes als den Sieg wünschen. Zwar schmerzt es uns, ihr dabei nur mit halber Kraft helfen zu können, aber aus den genannten Gründen haben wir uns ebenso dafür entschieden und dies reiflich überlegt.</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">
<hr>
</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">Dafür stehend,</div>
<div style="text-align: center;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: center;">rasenballisten e.V.</div>
<div style="text-align: center;">Red Aces Leipzig</div>
<div style="text-align: center;">Fraktion Red Pride</div>
<div style="text-align: center;">LeCrats</div>
<div style="text-align: center;">Red Business</div>
<div style="text-align: center;">L.E. Bulls</div>
<div style="text-align: center;">RB-Freunde Bennewitz</div>
<div style="text-align: center;">RBL Fans Delitzsch</div>
<div style="text-align: center;">Platzhirsche</div>
<div style="text-align: center;">Zone 147</div>
<div style="text-align: center;">Leipzig Fanatics</div>
<div style="text-align: center;">BULLS CLUB e.V.</div>
<div style="text-align: center;">Chaos Gruppe</div>
<div style="text-align: center;">Sprottaer Bullenstall</div>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/protest-zum-montagsspiel-gegen-bayer-leverkusen/">Protest zum Montagsspiel gegen Bayer Leverkusen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>quod erat demonstrandum</title>
		<link>https://red-aces-leipzig.org/blog/quod-erat-demonstrandum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IronDome]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2016 16:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.red-aces.de/?p=3031</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Woche vor dem Pokalspiel gegen Dresden. Zeit für uns, vielleicht dem ein oder anderen Menschen ein paar Dinge begreiflich werden zu lassen. Ein Video schafft es innerhalb weniger Tage derartig für Furore zu sorgen, dass ganz Schland und seine WutbürgerInnen an die Decke gehen. Der Tenor scheint klar: „Das Viehzeug muss vernichtet werden“ &#8211; [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/quod-erat-demonstrandum/">quod erat demonstrandum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Eine Woche vor dem Pokalspiel gegen Dresden.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zeit für uns, vielleicht dem ein oder anderen Menschen ein paar Dinge begreiflich werden zu lassen. Ein Video schafft es innerhalb weniger Tage derartig für Furore zu sorgen, dass ganz Schland und seine WutbürgerInnen an die Decke gehen. Der Tenor scheint klar: „Das Viehzeug muss vernichtet werden“ &#8211; so heißt es zumindest. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Einschlägig dumpfer könnten die Aussagen einer Vielzahl an passionierten Rb Gegnern nicht sein. </span><span class="s1">Definitionshoheit und Argumentation über das Faustrecht kennzeichnen die Allianz ebenso markant. Eine Allianz, Mensch könnte sie auch als Querfront bezeichnen, die sich hier abermals ihr Feindbild sucht, um dieses ihrer Gewalt auszusetzen. Dabei wird mit derart rassistischen, sexistischen und homophoben Worthülsen gearbeitet, dass man sich kaum noch vom montäglichen Abendspaziergang unterscheidet. Wer am Vortag noch als Lügenpresse diffamiert wird,<span class="Apple-converted-space">  </span>erntet heute Sympathie, wenn es sich um den Bericht über die Peinlichkeiten eines Mobi-Videos handelt.</span><span id="more-3031"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das Amusement eröffnet sich darin, dass dieses Gros eine herrliche Abhandlung davon liefert, wie es um Deutschland und seine Fußballfans bestellt ist. Dumpfe Männlichkeitsriten, treffen auf unreflektierte Ressentiments und Sprachakte, die unwidersprochen Platz in den Kurven und den sozialen Medien finden. Vom Bierkönig in den Stehblock.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir sehen es überhaupt als kritisch, dass Menschen angeblich fürchten müssen, die Reise in die Landeshauptstadt anzutreten. Wir sind immerhin kein Nazimob, der im Februar mit Fackeln durch Dresden marschiert. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir haben kein Problem damit, dass wir flinke Füße und dünne Arme haben, wir tragen auch gerne Skinny-Jeans oder wenn wir Lust haben manchmal auch ein Kleid. Besonders cool daran ist, dass wir damit alle verdammt gut zurecht kommen und Spaß daran haben. Das heißt allerdings genau so, dass wenn wir Kritik äußern wollen, oder Aktionen starten, wir es einfach machen. Die Berechtigung dafür holen wir uns nicht auf der Hantelbank, sondern wir nehmen sie uns einfach. Machtspielchen und autoritäre Gebärden können wir daher leider nicht viel abgewinnen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Also, lasst die wirklich wichtigen Kämpfe lieber nicht aus den Augen. Kämpft dafür, dass Stadien diskriminierungsfrei sind. Dass alle Menschen ins Stadion gehen können, die Lust daran haben und sich dort wohlfühlen. Und überlasst Räume nicht denjenigen, die sie zum Gegenteil machen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Sucht kreative Auseinandersetzungen im Stadion auf den Rängen oder mit Texten in euren Medien, startet Aktionen und bleibt kritisch!  </span><span class="s1">Bleibt kritisch wie in Braunschweig und Bremen, in Hamburg oder im Süden Leipzigs. Täglich für die wirklich wichtigen Dinge einzustehen, das verlangt Anerkennung und Respekt.</span></p>
<blockquote>
<p class="p1"><span class="s1"><i>„Books are weapons in a war of ideas“</i> </span></p>
</blockquote>
<p class="p1"><span class="s1">Red Aces, an einem herrlichen Samstag im August</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=E2mVfDlz-E8" target="_blank">Zum Video</a><br />
<a href="http://www.red-aces.de/blog/warum-die-nein-zu-rb-kampagne-zu-kritisieren-ist/" target="_blank">Zum Artikel über die diskriminierenden Strukturen gegen Rb Leipzig</a></p>
<p><a href="http://www.turus.net/sport/fussball/8724-vorwaerts-pack-das-sterni-und-die-banane-ein-rb-leipzig-macht-fuer-dresden-mobil.html" target="_blank">Zum &#8222;turus&#8220;-Artikel</a><br />
<a href="https://mopo24.de/nachrichten/fussball-dresden-rbl-leipzig-rbl-sgd-dynamo-fans-video-151515" target="_blank">Zum &#8222;MOPO24&#8220;-Artikel</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/turus.netMagazin/posts/10154404428712866" target="_blank">Kommentare auf Facebookseite von &#8222;turus&#8220;</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/mopo24.dresden/posts/1386378044725632" target="_blank">Kommentare auf Facebookseite von &#8222;MOPO24 Dreden&#8220;</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1079989192086777&amp;id=205476666204705&quot;" target="_blank">Kommentare auf Facebookseite &#8222;Scheiss Red Bull Leipzig&#8220;</a></p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/quod-erat-demonstrandum/">quod erat demonstrandum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum die „Nein zu Rb“ Kampagne zu kritisieren ist</title>
		<link>https://red-aces-leipzig.org/blog/warum-die-nein-zu-rb-kampagne-zu-kritisieren-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IronDome]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 20:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.red-aces.de/?p=2977</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bewusst gemacht, sei es unwiderlegbar, dass Fußball einem Schatten der Kulturindustrie unterliegt, der Akteure und Akteurinnen zur Zirkulation von Ganzheitsidealen zwingt, die inhaltlich nicht paradoxer sein könnten, als die Totalität einer unreflektierten, regressiven Fankultur. Diese findet ihr tragisches Finale in einer strukturell antisemitischen Argumentationsweise, die durchtrieben von einer Schuldprojektion des eigenen Versagens und von einer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/warum-die-nein-zu-rb-kampagne-zu-kritisieren-ist/">Warum die „Nein zu Rb“ Kampagne zu kritisieren ist</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Bewusst gemacht, sei es unwiderlegbar, dass Fußball einem Schatten der Kulturindustrie unterliegt, der Akteure und Akteurinnen zur Zirkulation von Ganzheitsidealen zwingt, die inhaltlich nicht paradoxer sein könnten, als die Totalität einer unreflektierten, regressiven Fankultur. Diese findet ihr tragisches Finale in einer strukturell antisemitischen Argumentationsweise, die durchtrieben von einer Schuldprojektion des eigenen Versagens und von einer Personifizierung des „Übels“ ist und daher keinen Gedanken daran verschwendet, wie der betrauerte, traditionelle Fußball denn aussehen könne, um der Beschwörung der eigensten, betäubenden Ohnmacht Platz zu machen. Allerdings fehlt den „Gegen den modernen Fußball“ ProtektorInnen die Reflexion der Erkenntnis daraus, dass auch sie, als Basis einer positiven Gruppenidentifikation, selbst einer Kritik bedürfen. Der revisionistische  Kampf um den Rückgewinn des traditionellen Fußballs, der wohl einem Glaubenskrieg um Eden gleichen soll, ist zweckgesteuert und systematisch, verfolgt ein Ausschalten der „Ungläubigen“ und lässt die KämpferInnen selbst in ihrer amorphen Verrohung erstarren. Vorzufinden ist also viel mehr eine Art rückwärtsgewandt auftretende Nostalgieromantik, die der allgemeinen Entropie allen Seins entgegenwirken soll.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2977"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Boykottaufrufe, Bullen schlachten und Dosenstechen lässt die Darstellenden alte Requisiten der Verhältnisse entstauben und postum einer neuen Verwertbarkeitslogik unterziehen, die zum Ziel hat, ein postmodernes Schema einer heile Welt zu proklamieren. Die zwei Seiten sind in diesem Fall leicht auszumachen &#8211; zwischen Gut und Böse passen dabei höchstens noch krude Schulterschlüsse in Zweckbündnissen und struktureller Antisemitismus.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Zweckbündnisse</b>, wenn mit der Konstruktion eines Feindbildes Wir-Gruppen gebildet werden, die sich im Schrei nach einer vorzivilisatorischen Welt und dem plumpen Hass auf alles andere vereinen, wie in der „Nein zu Rb“ Kampagne auffallend. Dort werden Unterstützende Reih in Reih aufgelistet. Dabei finden sich Szenen wie die Crew Eleven Aalen, an ihrer Spitze der NPD Funktionär Dominik Stürmer (Kreisvorsitzender Ostalb), mit denen vermeintlich linke Ultras kollaborieren, wenn es darum geht, ein gemeinsames Feinbild zu zerstören. „Uns geht es nur um Rb“ zeigt, dass der Kampf gegen die „kapitalistische Logik“ personifiziert wird, sich im „Minimalkonsens“ Querfronten bilden, die ein poststrukturalistischer Kern eint &#8211; dem es schlicht um das Bewusstsein des Problems geht, das konsequent bekämpft werden soll &#8211; Faustkampf statt Wertkritik.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Struktureller Antisemitismus</b>, wenn die Kapitalisierung des Fußballs mit dem Handeln eines Strippenziehers verglichen, von Rattenball Leipzig und von einem Handeln gegen Wertlose gesprochen, deren Produkte man zu boykottieren habe und die Akkumulation von Kapital als Raffgier Einzelner personifiziert wird, charakterisiert die Selbstpositionierung als Schädlingsbekämpfer den strukturellen Antisemitismusbegriff auf ein Genaustes. Der Unterschied entsteht in der Aufwertung von produktiver Arbeit und dem Abwerten der abstrakten Arbeit &#8211; Produktivkapital gegen zirkulierendes Finanzkapital.</p>
<p style="text-align: justify;">So werden antisemitische Ressentiments dem Amüsierbetrieb gefügig gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht zuletzt die Titulierung der Anhänger von Rasenballsport Leipzig mit Benutzung von Vokabeln wie „Ratten“ oder „Schweine“ zeigt eine klare Entmenschlichung dieser, wie sie auch in rechten Gedankenkreisen stetig anzutreffen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Kritik der Selbstkritik</b></p>
<p style="text-align: justify;">Einem radikalen Ballismus bedarf es aktueller denn je eines emanzipierten Subjekts statt affirmativen Objekten. Denn, so Adorno: „Keine Verbesserung ist zu klein oder geringfügig, als dass man sie nicht durchführen sollte.“</p>
<p style="text-align: justify;">Ob es ein neues Stadion ist, oder die verdeckte Personalisierung der Auswärtstickets, es wird stetig versucht, Risiken zu minimieren und nonkonformistische Ausdrucksformen zu absorbieren, weil die Furcht, über den Verlust der zentralen Kontrolle, eminenten Charakter aufweist. So versucht man über den Umweg dieser typisch, kapitalistischen Unterdrückungsmechanismen, die Objekte der potentiellen, sich reproduzierenden Herstellungszentren zur Assimilation zu zwingen. Die Auflehnung gegen diese Zustände ist essentiell, wenn es darum geht, den Rasenballismus zu reformieren. Seine Institutionalisierung verhindert zeitgleich eine notwendige Radikalisierung. Durch die Expansion einer einst skeptischen Wertegemeinschaft in seine bürgerlichste und konservative Mitte, wuchs die Affirmation des Gegebenen und so das Versagen, eine Kritik der eigenen Kritik zu formulieren.</p>

<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org/blog/warum-die-nein-zu-rb-kampagne-zu-kritisieren-ist/">Warum die „Nein zu Rb“ Kampagne zu kritisieren ist</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://red-aces-leipzig.org">Red Aces Leipzig</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
